Hufe ohne Hufbearbeitung

Zusammenfassung der Facharbeit:

Da die Hufform keine Anpassung an die Umwelt, sondern vielmehr eine Konsequenz davon ist, kann mit entsprechender Haltung viel für eine gesunde Hufform gemacht werden. Dabei sollte ein Mittelmass zwischen den Bodenverhältnissen des Kaimanawa und dem australischen Wüsten Pferde gefunden werden. So entsteht keine Überanspruchung und damit verbundener häufig auftretenden chronischer Hufrehe oder zu lange und asymmetrische Hufe. Idealerweise wäre demzufolge ein relativ harter nicht zu steiniger Untergrund. Auch bei der Bewegungsaktivität soll ein Mittelmass gewählt werden. Hampson (2011) geht bei 5-10 km/Tag von einer normalen Bewegung für Pferde aus, dies wird bei Hauspferden ab einem 4ha grossen Paddock erreicht. Dadurch wird das Einrollen des Hufes durch nicht stadtfindende Tragrandausbrüche bei geringer Bewegung verhindert.

Auch beim Przewalskipferd kann nicht von einer idealen Hufform gesprochen werden. Da diese durch die jahreszyklischen Veränderungen nur während einer gewissen Zeit auftritt. Allerdings weisen diese Pferde Vorzüge auf, die beim Hauspferd durch die Domestizierung verloren gegangen sind.

Abschliessend kann gesagt werden, dass durch eine an die Hufe angepasste Haltung und Bodenbeschaffenheit viel zur Formung der Hufe beigetragen wird, die Hufbearbeitung allerdings nicht ersetzen.

Die komplette Facharbeit kann bei der Autorin Jasmin Litschi bezogen werden unter: j.litschi@bluewin.ch