Die lange Zehe

Auszug aus der Facharbeit:

Bei meiner Ausbildung zur Hufpflegerin ist mir dann auch ca. nach einem halben Jahr ein Pony namens Pumukel zur Bearbeitung übergeben worden. Das hatte an seiner Hinterhand sehr flache und lange Hufe. Von der Seite her gesehen waren keine Trachten vorhanden und beim Vorführen im Schritt sah man sehr deutlich, dass es mit diesen langen Hufen so seine Probleme hatte.

Dieses Pony und auch mein eigenes Pferd, das ähnliche Probleme hatte, veranlassten mich dazu, dieses Thema in meiner Facharbeit zu bearbeiten.

Die komplette Facharbeit kann bezogen werden bei: m.cavelti@outlook.com

 

Das Konzept F-Balance

Zusammenfassung der Facharbeit:

Noch bevor ich die Ausbildung beim LTZ angefangen hatte, machte mich das Konzept der F-Balance neugierig. Eine relativ neue Bearbeitungsmethode, von der auch in diversen Medien zu hören war und immer noch ist. Bei der 3-tägigen Zertifizierung wird die Theorie erklärt und anschließend in der Praxis angewandt. Nebst Umsetzung am lebenden Pferd werden zuerst Tothufe bearbeitet, diese genau unter die Lupe genommen und nach Lust seziert. Dies gibt spannende Einblicke in das Innenleben frei und regt zu weiteren Diskussionen an.

Durch die Umsetzung in der Praxis merkt man, worauf man sich im nächsten Kurs spezialisieren möchte, was eine tolle Möglichkeit der Weiterbildung ist. Somit kann man sich selbst und mit der guten Unterstützung der Kursgeber mehr in das Thema vertiefen und schlussendlich dem Pferd die bestmögliche Balance wiedergeben. Denn darum geht es dabei;

Die Belastung in Richtung der Mitte des Hufes zu bringen, die Gliedmassenachse zu stabilisieren um somit ein Körper-Gleichgewicht zu erreichen für eine korrekte Belastungssituation – Die medio-laterale Balance des Hufes in Bezug auf die longitudinale Flexibilität der Hornkapsel.

Die Schwebe ist eine Art von Kürzen des Tragrandes, die ich von anderen Theorien nicht kenne. Doch die Möglichkeit dem Huf durch die longitudinale Flexibilität eine Chance geben zu können, dass sich die Kapsel abzusinken und dann plan aufzukommen kann, ist faszinierend.

Durch die Beobachtung und Umsetzung in meiner eigenen Praxis war ich wirklich erstaunt, dass die Stresspunkte der Trachte meist zu finden sind und sich genauso am gegenüberliegenden Huf auf derselben Länge wiederspiegeln. Wenn ein Höhenunterschied in der Trachte vorliegt, wird man durch Palpieren des Hufknorpels feststellen, dass einer nicht gleich elastisch ist und sich der festere Knorpel durch Angleichen der Trächtenlänge entspannt. Ich denke, dass dies viel über die Flexibilität aussagt. Gerade für mich kurz nach der ersten Ausbildung und auch während der Schule des LTZ, konnte ich mein Auge mehr schulen auf die funktionelle Sohle und den Wandverlauf, so dass ich künftig meinen Pferden ihre individuelle Bearbeitung & Balance geben kann.

Die komplette Facharbeit kann bezogen werden bei: sabine.mueller80@gmx.ch 

Rehabilitation von Trachtenzwanghufen

Auszug aus der Facharbeit:

Trachtenzwanghuf ….. 3. Rehabilitation von Trachtenzwanghufen

Einen bestehenden Trachtenzwang zu behandeln, ist keine leichte Aufgabe. Die Strukturen im hinteren Hufbereich können stark geschädigt sein und erholen sich oft nur langsam. In schweren Fällen kann die Rehabilitation sich bis zu mehreren Jahren hinziehen und kann nur gelingen, wenn Pferdebesitzer und Hufbearbeiter konsequent daran arbeiten, für das Pferd optimale Bedingungen herzustellen. Welche Möglichkeiten es dabei gibt, die Entwicklung einer gesunden Hufform zu unterstützen, soll im Folgenden dargestellt werden.

3.1 Hufbearbeitung

Um Trachtenzwang zu korrigieren, ist eine korrekte Hufbearbeitung in kurzen Bearbeitungsabständen unumgänglich. Grundsätzlich erfolgt die Bearbeitung von Trachtenzwanghufen nach den gleichen Prinzipien wie bei einem gesunden Huf. Der Hufbearbeiter sollte das Pferd und seine Hufe im Stand und in der Bewegung beurteilen und individuell entscheiden, welche Bearbeitungsmaßnahmen für welchen Huf angewendet werden können. Auch die Angaben des Besitzers, beispielsweise zu Erkrankungen, Nutzung, Fühligkeit des Pferdes, sollten berücksichtigt werden. Bei der Bearbeitung von Trachtenzwanghufen gibt es einige Punkte, die besonders beachtet werden sollten:

Zu lange Trachten:

Zu lange, hohe Trachtenwände führen dazu, dass der Huf zu steil wird und der Strahl keinerlei Bodengegendruck mehr erfährt. Sie sollten -gegebenenfalls schrittweise- gekürzt werden. Es sollten dabei keine Winkelveränderungen von mehr als 5° vorgenommen werden sollten, um Überbelastungen von Sehnen und Bändern zu vermeiden. Lange Trachten, die untergeschoben sind, sollten zurückgesetzt werden, so dass die Unterstützungsfläche des Hufes wieder mehr in Richtung Fessel verschoben wird.

Zu lange Zehe:

Oft haben Trachtenzwanghufe eine sehr lange Zehe. Hier ist es wichtig, diese soweit es möglich ist zu kürzen und den Huf mit einer Zehenrichtung zu versehen, um den Abrollpunkt zu optimieren und dem Pferd so das Abfußen zu erleichtern. Gegebenenfalls sollte die Zehenwand auch von oben gestreckt werden, um Hebel auszuschalten.

In extremen Fällen bringen einige Hufbearbeiter einen sogenannten „Toe Rocker“ an. Gemeint ist damit das starke Kürzen und Berunden der Zehe bis zur weißen Linie. Bei empfindlichen Pferden und Pferden mit dünner Sohle sollte diese Methode nicht angewendet werden, da die Gefahr der Fühligkeit bis hin zur Huflederhautreizung besteht….

Die komplette Facharbeit kann bezogen werden unter: elena_albrecht@gmx.de