Ursachenforschung unserer Hufzustände

Auszug aus der Facharbeit:

Pferdeneulinge haben nicht viel Hufwissen – stimmts?
Hier mein erster Irrglaube: Alter und Pferdeerfahrung sagen mir nichts über das Hufwissen aus. Die Antworten sind sehr unterschiedlich. Es gibt junge Pferdeleute, die sich als sehr kompetent bezeichnen. Dann findet man Antworten von Leuten, die schon ziemlich lange mit Pferden zu tun haben, die Hufarbeit aber komplett ausser Verantwortung geben und dem Hufpfleger oder Schmied ihr volles Vertrauen schenken.

Nähere Infos unter: info@printopsie.com

Der ideale Huf

Fazit der Facharbeit:

Die Hufe der Pferde mit hoher Laufleistung auf hartem Untergrund (Herde A) sind dem populären ‚wildhorsemodel‘ von J. Jackson äusserlich am ähnlichsten. Obwohl diese Huftypen am gefälligsten wirken, verweisen innere Pathologien darauf, dass sie wahrscheinlich kein gutes Vorbild für den idealen Huf darstellen. Die Hufe der Pferde aus weichen Gebieten waren äusserlich weniger gefällig, es wurden hier jedoch weniger pathologische Veränderungen festgestellt. Die Frage ‚welcher HUF ist der ideale Huf?‘ muss man so beantworten, dass der beste Huf für das betroffene Pferd davon abhängt, in welcher Umgebung er funktionieren soll und wieviel Leistung er erbringen muss.

Die komplette Facharbeit kann bezogen werden bei: thomas_mela@hotmail.com

 

Hufe ohne Hufbearbeitung

Zusammenfassung der Facharbeit:

Da die Hufform keine Anpassung an die Umwelt, sondern vielmehr eine Konsequenz davon ist, kann mit entsprechender Haltung viel für eine gesunde Hufform gemacht werden. Dabei sollte ein Mittelmass zwischen den Bodenverhältnissen des Kaimanawa und dem australischen Wüsten Pferde gefunden werden. So entsteht keine Überanspruchung und damit verbundener häufig auftretenden chronischer Hufrehe oder zu lange und asymmetrische Hufe. Idealerweise wäre demzufolge ein relativ harter nicht zu steiniger Untergrund. Auch bei der Bewegungsaktivität soll ein Mittelmass gewählt werden. Hampson (2011) geht bei 5-10 km/Tag von einer normalen Bewegung für Pferde aus, dies wird bei Hauspferden ab einem 4ha grossen Paddock erreicht. Dadurch wird das Einrollen des Hufes durch nicht stadtfindende Tragrandausbrüche bei geringer Bewegung verhindert.

Auch beim Przewalskipferd kann nicht von einer idealen Hufform gesprochen werden. Da diese durch die jahreszyklischen Veränderungen nur während einer gewissen Zeit auftritt. Allerdings weisen diese Pferde Vorzüge auf, die beim Hauspferd durch die Domestizierung verloren gegangen sind.

Abschliessend kann gesagt werden, dass durch eine an die Hufe angepasste Haltung und Bodenbeschaffenheit viel zur Formung der Hufe beigetragen wird, die Hufbearbeitung allerdings nicht ersetzen.

Die komplette Facharbeit kann bei der Autorin Jasmin Litschi bezogen werden unter: j.litschi@bluewin.ch

 

Die Auswirkung kurzer Bearbeitungsintervalle auf rissige Hornstrukturen

Problemstellung der Facharbeit:

Donna ist eine 19-jährige Stute mit Trommelbauch. Sie hat kaum Bauch-und Rückenmuskulatur.

Sie stand bis vor zwei Jahren in einem Reitstall mit Boxenhaltung und Ausläufen mit eher feuchtem Boden. Außerdem kam wenig Sonne an die Ausläufe, wodurch sich die Feuchtigkeit lange hielt. Der Hufschmied kam regelmäßig alle 6 Wochen. Donna hatte laut Besitzerin keine Probleme mit den Hufen.

Nun steht Donna seit zwei Jahren in Offenstallhaltung. Der Sandboden ist trocken und auch an Regentagen ist dieser durch das leichte Gefälle und Wind rasch getrocknet. Der Abstand der Hufbearbeitung erweiterte sich auf 8-9 Wochen. Stall und Hufbearbeiter wurden zeitgleich gewechselt. Donna bekam Hufprobleme. Dazu gehören drei Hufabszesse und mehrere Risse in den Hufen. Die Hufabszesse traten in kurzen Zeitabständen nacheinander auf und sind auf zu große Bearbeitungsintervalle zurückzuführen.

Die komplette Facharbeit von Petra Berger kann bezogen werden unter:joesieb66@gmx.de  

Hufprobleme bei Kaltblutpferden

Auszug aus der Facharbeit:

Doch das für die Hufgesundheit entscheidende Innenleben wird erst viel später ausgebildet. (wissenschaftliche Studie von dem Veterinär Robert Bowker, am Michigan State University College). In der Aufzucht fehlt dann oft die Hufpflege, die Bewegung auf geeignete Untergründen , das richtige Futter. Die Pferde werden zum Teil zu früh gefordert, Probleme entstehen. Pferde, wie Kaltblüter, die im Großenwachstum noch einiges vor sich haben, trifft es am härtesten. Als Folge haben viele erwachsene Pferden viel zu kleine Hufe mit inneren Strukturen, die das Gewicht eines Heranwachsenden tragen und nun völlig überfordert sind. Oft wird dann das drei jährige Pferd beschlagen, die Entwicklung der inneren Strukturen wird zu diesem Zeitpunkt abgebrochen und diese Pferde sind laut Bowker anfällig für Hufkrankheiten, zB. Hufrollen-Syndrom

Die vollständige Facharbeit kann bezogen werden bei: s.heumueller70@web.de

 

Barhufpflege bei Hornspalten

Vorwort zu Facharbeit von Monika Pitzschel:

Ich habe mir das Thema Barhufpflege bei Hornspalten ausgesucht, weil meine Stute Esprit mehrere Hornspalten an allen Hufen hat.

Sie ist 15 Jahre alt, und war von ihrem 3ten bis zu ihrem 7ten Lebensjahr vorne beschlagen.

Sie hat vorne beidseits eine Aussparung in den Hufbeinen ( siehe Röntgenbilder), daraus resultierend ein Hohlraum zwischen Hornkapsel und Hufbein ähnlich wie bei einer Hornsäule. Es war ein Zufallsbefund als sie als 2 Jährige eine fütterungsbedingte Hufrehe hatte. An den Stellen des Hohlraumes hat sie beidseits einen durchgehenden Hornspalt.

Unter den Hufen im Bereich der weissen Linie ist beidseits ein Loch.

Während der Zeit als sie beschlagen war standen diese Spalten immer auseinander, und zusätzlich bekam sie noch Hornspalten an den Aussenseiten beidseits und an beiden Hinterhufen Innenseite.

Die komplette Facharbeit kann bezogen werden bei: zoeksmonika93@gmail.com

Die Hornstruktur älterer Pferde

Zusammenfassung der Facharbeit:

Jedes Pferd, aber besonders ältere Pferde benötigen die ausreichende Aufmerksamkeit ihrer Besitzer. Für ältere Pferde wird alles mit der Zeit schwerer: Ihre Nährstoffaufnahme ist verschlechtert und ihr Nährstoffbedarf somit erhöht, der Stoffwechsel und die Verdauung sind erschwert. Dies alles hat enorme Auswirkungen auf die Hufe der alten Pferde. Sie neigen vermehrt zu Brüchigkeit und auch Hornspalten sieht man häufig, die Knochen, Sehnen und Bänder sowie Gelenke sind mit dem zunehmendem Alter verschleißt und können brüchig oder steif werden. Zur Folge kann das auch viele Huferkrankungen begünstigen, die häufigsten Huferkrankungen bei älteren Pferden sind: Arthrose, Hufrehe oder Hufgeschwüre. Vorbeugend erscheint es also wichtig einige Maßnahmen durchzuführen, die auf lange Sicht ein gesundes und fittes, altes Pferd erhalten. Durch die verminderte Nährstoffaufnahme muss folglich auf gutes Mineralfutter geachtet werden, welches auch Stoffe wie Biotin und Zink, die für gutes Hornwachstum zuständig sind, beinhaltet. Alte Pferde wollen nicht nur in die Ecke gestellt werden und rumstehen, regelmäßige Bewegung ist weiterhin extrem wichtig, trainiert die wichtigen Muskeln, hält Bänder, Sehnen und Gelenke flexibel und sorgt für eine gute Durchblutung der Hufe. Auf eine regelmäßige und korrekte Hufbearbeitung sollte natürlich auch weiterhin geachtet werden. Grundsätzlich gilt: Auch alte Pferde benötigen Bewegung und Beachtung, mehr noch als ihre jungen Kollegen, dies sollte man sich als Besitzer bewusst sein und auch bereit sein dies in sein Pferd zu investieren.

Die komplette Facharbeit kann bezogen werden bei: Desiree.Wenz@hotmail.de 

Die „Hufpumpe“

Zusammenfassung der Facharbeit von Hufpflegeschülerin Bettina Räbsamen:

Die vier Hufpumpen unterstützen in ihrer Funktion das unter Berücksichtigung der Grösse des Pferdes viel zu kleine Herz für eine einwandfreie Durchblutung des gesamten Körpers. Damit die Hufpumpen funktionieren und das Herz in seiner Aufgabe unterstützen können, müssen die Pferde ausreichend Bewegung, eine optimale Fütterung und gesunde, gepflegte Hufe haben. Nur so kann den verschiedenen Zivilisationskrankheiten unserer Pferde entgegnet werden. Immer wieder daran denken: „Ohne Huf kein Pferd“.

Die gesamte Facharbeit kann unter folgender E-Mail-Adresse bezogen werden: bettina.raebsamen@djd.li

 

Strahlfäule und Einstreu

Zusammenfassung der Facharbeit von Hufpflegeschülerin Eva-Maria Hüper:

Bei der Strahlfäule handelt es sich um eine bakterielle Infektion der inneren und äußeren Strahlfurchen. Dabei wird das weiche Strahlhorn durch Fäulnisbakterien zersetzt, gut zu erkennen durch eine schwarze, schmierige Masse in den Strahlfurchen.

Damit diese anaeroben Bakterien in die Weichhornanteile des Hufes eindringen können, muss eine Vorschädigung des Hornes vorliegen. Diese entsteht oft durch chemische Prozesse, bei denen Ammoniak aus dem Pferdeurin in Verbindung mit Wasser zu Salmiakgeist umgewandelt wird, der vor allem die weichen Strukturen des Hufhornes angreift. Die Bakterien bilden dann in feuchtwarmer Umgebung und unter Sauerstoffausschluss Enzyme, die das Horn weiter zersetzen.

Neben mangelhafter Hufbearbeitung, anatomischen Begünstigungen und fehlender Bewegung ist also vor allem auch mangelnde Stallhygiene eine Ursache für Strahlfäule. In verschiedenen Praxistests wurde gezeigt, dass alternative Einstreuarten wie Weichholzspäne und Strohpellets ein besseres Saugverhalten aufweisen als herkömmliches Langstroh.

Unabhängig von der Einstreuart ist aber ein tägliches Reinigen der Boxen, Ruhebereiche und der Ausläufe unverzichtbar, um den immer vorhandenen Bakterien keine Angriffspunkte zu bieten. Ebenso ist das tägliche Reinigen und das regelmäßige fachgerechte Ausschneiden der Hufe wichtig, um Taschen- und Spaltbildungen zu vermeiden.

Die gesamte Facharbeit kann per Mail bezogen werden unter: emhueper@gmx.de