Kooperation mit der EDHV und Innovationspreis Equitana 2015

Logo EDHVequitania_logo[1]Auf Einladung des Ersten Deutschen Hufbeschlagschmeide Verband (EDHV) e.v. referiert unser Lehrinstitut über die Biomechnaik des Hufes. Wir freuen uns über diese Zusammenarbeit und laden  interessierte Zuhöhrer in das Hufdorf des Equitana 2015 ein.

Die Vorträge sind am:

  • 15.03. um 10 Uhr
  • 18.03. um 10 Uhr
  • 19.03. um 17 Uhr

Zudem freut es uns, dass unser Lehrinstitut in seiner Zusammenarbeit mit dem Projekt „Mobilitätsforschung“ für den Innovationspreis 2015 der Equitana nominiert wurde.

Equitana 2015 vom 14.-22. März

Besuchen Sie uns vom 14.-22.03 auf der Equitana 2015 in Essen. Täglich können Sie im Forum der Halle 1 mehr zu unserer Arbeit erfahren. Unser Vortrag:

Die Biomechanik des Hufes: Kern der Hufpflegerausbildung am Lehrinstitut Zanger

findet statt:
am 14.03 um 17:15 Uhr
am 15.03 um 15:30 Uhr
am 16.03 um 15:30 Uhr
am 17:03 um 10:30 Uhr
am 18.03 um 14:30 Uhr
am 19.03 um 15:00 Uhr
am 20.03 um 15:15 Uhr
am 21.03 um 15:30 Uhr
am 22.03 um 15:00 Uhr.

Wir freuen uns auf alle Fragen rund um den Huf10580204_10152537401334484_4618972112468958560_n

Bilder aus dem Sonderseminar Klebe-/Kunststoffbeschläge

Vor dem ersten Beschlag eines Pferdes mit Duplo-Kunststoffbeschlägen steht das „Testnageln“ im Lehrzentrum

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Nach getaner erfolgreicher Arbeit: Der Erstebeschlag der beiden Hufpfleger (bmg) mit „Opi“

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Zubereitung des Aluminiumbeschlags für den Dallmer-Klebeschuh

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Die Biomechanik in der Hufbearbeitung

Auszug aus der Facharbeit des Hufpflegeschülers Michael Helmedach:

Ob das Zusammenspiel sämtlicher Funktionen und Systeme im Pferd „richtig funktioniert“, lässt sich auf den ersten Blick (unter anderem) an den Hufen des Pferdes erkennen. Ist das Pferd in seiner Bewegung eingeschränkt, wird es im Huf sichtbar.

Sind Veränderungen jeglicher Art am Huf sichtbar, liegt es am Hufpfleger diese zu erkennen und die Hufbearbeitung auf das Pferd abzustimmen.

Der Huf eines gesunden und beweglichen Pferdes sollte in der Regel keine Veränderungen aufweisen. Hier gilt es, die Gesundheit und die „uneingeschränkte Mobilität“ mit den Erkenntnissen und der Anwendung der biomechanischen Gesetze zu erhalten.

Bei einem bereits erkrankten, eingeschränkten Pferd können eine Verbesserung der Mobilität, Unterstützung bei Erkrankungen und eine Wiederherstellung der Balance innerhalb des „Komplettsystems Pferd“ erzielt werden.

Der Hufpfleger kann also wesentlich zur Gesunderhaltung des Pferdes beitragen, wenn er die Zusammenhänge zwischen Bewegungsabläufen und Hufen erkennt und die Hufbearbeitung individuell auf das Pferd anpasst. Er kann ggf. Fehlstellungen der Gliedmaßen, Dysbalancen des Muskelsystems, Asymmetrien der Hufkapsel und krankhafte Veränderungen lindern und entgegenwirken und eine Verbesserung des Gesamtzustands herbeiführen.

Ein guter und verantwortungsbewusster Hufpfleger muss jedoch erkennen, wann die Barhufpflege an ihre Grenzen stößt und zu gegebener Zeit dem Pferdebesitzer empfehlen, fachmännischen Rat (Tierarzt, Osteopath, Schmied, u.A.) zu involvieren.

Die komplette Facharbeit kann unter folgender E-Mail-Adresse bezogen werden: m.helmedach@1a-sfl.de

 

Die „Hufpumpe“

Zusammenfassung der Facharbeit von Hufpflegeschülerin Bettina Räbsamen:

Die vier Hufpumpen unterstützen in ihrer Funktion das unter Berücksichtigung der Grösse des Pferdes viel zu kleine Herz für eine einwandfreie Durchblutung des gesamten Körpers. Damit die Hufpumpen funktionieren und das Herz in seiner Aufgabe unterstützen können, müssen die Pferde ausreichend Bewegung, eine optimale Fütterung und gesunde, gepflegte Hufe haben. Nur so kann den verschiedenen Zivilisationskrankheiten unserer Pferde entgegnet werden. Immer wieder daran denken: „Ohne Huf kein Pferd“.

Die gesamte Facharbeit kann unter folgender E-Mail-Adresse bezogen werden: bettina.raebsamen@djd.li

 

Strahlfäule und Einstreu

Zusammenfassung der Facharbeit von Hufpflegeschülerin Eva-Maria Hüper:

Bei der Strahlfäule handelt es sich um eine bakterielle Infektion der inneren und äußeren Strahlfurchen. Dabei wird das weiche Strahlhorn durch Fäulnisbakterien zersetzt, gut zu erkennen durch eine schwarze, schmierige Masse in den Strahlfurchen.

Damit diese anaeroben Bakterien in die Weichhornanteile des Hufes eindringen können, muss eine Vorschädigung des Hornes vorliegen. Diese entsteht oft durch chemische Prozesse, bei denen Ammoniak aus dem Pferdeurin in Verbindung mit Wasser zu Salmiakgeist umgewandelt wird, der vor allem die weichen Strukturen des Hufhornes angreift. Die Bakterien bilden dann in feuchtwarmer Umgebung und unter Sauerstoffausschluss Enzyme, die das Horn weiter zersetzen.

Neben mangelhafter Hufbearbeitung, anatomischen Begünstigungen und fehlender Bewegung ist also vor allem auch mangelnde Stallhygiene eine Ursache für Strahlfäule. In verschiedenen Praxistests wurde gezeigt, dass alternative Einstreuarten wie Weichholzspäne und Strohpellets ein besseres Saugverhalten aufweisen als herkömmliches Langstroh.

Unabhängig von der Einstreuart ist aber ein tägliches Reinigen der Boxen, Ruhebereiche und der Ausläufe unverzichtbar, um den immer vorhandenen Bakterien keine Angriffspunkte zu bieten. Ebenso ist das tägliche Reinigen und das regelmäßige fachgerechte Ausschneiden der Hufe wichtig, um Taschen- und Spaltbildungen zu vermeiden.

Die gesamte Facharbeit kann per Mail bezogen werden unter: emhueper@gmx.de

Bearbeitung von Eselhufen

Zusammenfassung der Facharbeit des Hufpflegeschülers Sascha Lüürsen:

Da der Esel nicht identisch mit dem Pferd ist und andere anatomische und charakterliche Voraussetzungen mit sich führt, ist es meines Erachtens nach nötig, sich mit dem Esel intensiver auseinander zu setzten bevor man sich an die Bearbeitung seiner Hufe macht. Oft werden Esel von Hufbearbeitern und Hufschmieden wie ein kleines Pferd behandelt und werden so oft nicht fachgerechte Arbeiten abgeliefert die zum Teil verheerende Auswirkungen auf die Gesundheit des Tieres haben. Auch hier gilt der „Ganzheitliche Blick“ auf das Tier genauso wie beim Pferd, und zwar unter den individuellen Gegebenheiten, die jedes Tier mit sich bringt.

Die komplette Facharbeit kann per E-Mail bezogen werden unter: sascha.lueuersen@web.de

 

Durchtrittigkeit

Zusammenfassung der Facharbeit des Hufpflegeschülers Daniel Domdera:

Sämtliche Arten von Fehlstellungen lassen sich besser korrigieren, je jünger das Pferd ist, weil sich wachsende Knochen besser an eine veränderte Belastung anpassen können.

Wenn man gerade bei der Aufzucht von Fohlen darauf achtet, dass diese richtig ernährt werden, genügend Bewegung haben und junge Pferde nicht zu früh zu stark belastet werden kann man Durchtrittigkeit aber auch andere Schäden weitestgehend verhindern.

Die komplette Facharbeit kan unter der Mail-Adresse bezogen werden: d.domdera@web.de

 

Das ungewünschte Drehen der Hinterhand

Facharbeit der Hufpflegeschüler Bettina Kunkel und Julian Berresheim:

Zusammenfassend ist zu sagen, dass dieses Thema grundsätzlich noch tiefer erforscht werden muss. Interessant wären hierbei Langzeitstudien von Pferden die dieses Bewegungsmuster aufweisen und welche regelmässig in diesem Zusammenhang und Zeitraum unter tierärztlicher Betreuung stehen.

Für uns lässt sich der Gedanke, das dieses Verhalten eine gewollte Entlastung erzielen soll, logisch nachvollziehen. Stellt man sich vor, man hätte selbst ein Problem, z.B. im Kniebereich versucht man auch unangenehmes Empfinden durch eine besondere bzw. andere Stellung beim Bewegen oder beim Auf- bzw. Abfußen einzunehmen.

Auch wenn wir also nun eher von einem Schmerzauslöser ausgehen, sollte man nicht gleich in Panik verfallen. Denkt man mal an seinen eigenen Gang und wirft einen Blick auf sein Schuhwerk, wird dem ein oder anderen von uns eventuell auch schnell etwas auffallen. Wäre ich ein Pferd, könnte man über mein Laufverhalten sagen, dass ich eine eher Bodenweite/Zehenenge (die Gliedmaße verläuft bis zum Fesselgelenk nach außen, das Fesselbein zeigt nach innen) Stellung habe. Dies verursacht eine stärkere Abnutzung meiner lateralen „Sohlen-aussenwände“.

Nun ist mir bewusst, dass ich nicht der einzige Mensch bin, der dieses Laufverhalten zeigt. Ich habe diesbezüglich keine große Studie betrieben, aber es ist anzunehmen, dass diese sozusagen „Fehlstellung“ nicht automatisch zu späteren gravierenden Arthrosen führen wird, welche mich enorm einschränken werden.

Vermutlich steht der weitere Verlauf, in welchem Maße sich Arthrosen oder andere Veränderungen entwickeln werden, in einem Zusammenspiel von mehreren Faktoren, wie z. B. die grundsätzliche Körperfitness. Also wie fit und „stark“ die gesamte Muskulatur eigentlich ist. Je besser diese in Form ist, umso leichter fällt es dem Körper manches auszugleichen. Weitere Faktoren die ein Krankheitsbild begünstigen würden, wären wahrscheinlich zusätzliche Erkrankungen des Bewegungsapparates, sowie eine falsche Hufbearbeitung welche das Pferd zwingen würde eine erneute bzw. weitere Dysbalance auszugleichen.

Was das Training sowie die Hufbearbeitung betrifft haben wir verschiedene Ansatzmöglichkeiten aufgezeigt. Im Vordergrund sollte immer zuerst das jeweilige Pferd betrachtet werden, der Körperzustand, das Alter, die Umgebung in der es lebt, wie es „genutzt“ wird usw. und individuell entschieden werden was diesem Pferd gut tut. Der Zeitfaktor spielt ausserdem eine erwähnenswerte Rolle. Manchmal benötigt man einfach einen „längeren Atem“ um ein gewünschtes Bearbeitungsziel zu erreichen und manchmal nähert man sich diesem nur sehr mühselig.

In manchen Fällen spielt das Ziel auch gar keine Rolle, sondern es geht immer nur um kleine Schritte die in die richtige Richtung führen, damit das Pferd entlastet wird. Ganz nach dem Motto “ in der Ruhe liegt die Kraft“. Wichtig dabei ist aber auf jeden fall, eine fachmännische und stetige Hufbearbeitung. Wir sind der Meinung, erlaubt ist alles was hilft wenn man es von allen Seiten und objektiv betrachtet.

Die komplette Facharbeit kann unter folgender Mail-Adresse bezogen werden: bettina@lidak.de

 

Kooperation mit der Hochschule Nürtigen

Seit 2013 arbeitet das Lehrinstitut Zanger mit dem Lehrstuhl Pferdewirtschaft der Hochschule Nürtigen zusammen (Frau Prof. Krüger).

Im Rahmen dieser Zusamenarbeit betreuen wir regelmäßig Bachelorarbeiten. Über die Themen, den Stand und die Ergebnisse der Bachelorarbeiten können Sie auf unserer Homepage im Themenbereich „Mobilitätsforschung“ informieren. Dort finden Sie unsere aktuellen Kooperationsprojekte im Blog.

Falls Sie hierzu Fragen haben, können Sie gerne mit uns Kontakt aufnehmen.