Durchtrittigkeit

Zusammenfassung der Facharbeit des Hufpflegeschülers Daniel Domdera:

Sämtliche Arten von Fehlstellungen lassen sich besser korrigieren, je jünger das Pferd ist, weil sich wachsende Knochen besser an eine veränderte Belastung anpassen können.

Wenn man gerade bei der Aufzucht von Fohlen darauf achtet, dass diese richtig ernährt werden, genügend Bewegung haben und junge Pferde nicht zu früh zu stark belastet werden kann man Durchtrittigkeit aber auch andere Schäden weitestgehend verhindern.

Die komplette Facharbeit kan unter der Mail-Adresse bezogen werden: d.domdera@web.de

 

Das ungewünschte Drehen der Hinterhand

Facharbeit der Hufpflegeschüler Bettina Kunkel und Julian Berresheim:

Zusammenfassend ist zu sagen, dass dieses Thema grundsätzlich noch tiefer erforscht werden muss. Interessant wären hierbei Langzeitstudien von Pferden die dieses Bewegungsmuster aufweisen und welche regelmässig in diesem Zusammenhang und Zeitraum unter tierärztlicher Betreuung stehen.

Für uns lässt sich der Gedanke, das dieses Verhalten eine gewollte Entlastung erzielen soll, logisch nachvollziehen. Stellt man sich vor, man hätte selbst ein Problem, z.B. im Kniebereich versucht man auch unangenehmes Empfinden durch eine besondere bzw. andere Stellung beim Bewegen oder beim Auf- bzw. Abfußen einzunehmen.

Auch wenn wir also nun eher von einem Schmerzauslöser ausgehen, sollte man nicht gleich in Panik verfallen. Denkt man mal an seinen eigenen Gang und wirft einen Blick auf sein Schuhwerk, wird dem ein oder anderen von uns eventuell auch schnell etwas auffallen. Wäre ich ein Pferd, könnte man über mein Laufverhalten sagen, dass ich eine eher Bodenweite/Zehenenge (die Gliedmaße verläuft bis zum Fesselgelenk nach außen, das Fesselbein zeigt nach innen) Stellung habe. Dies verursacht eine stärkere Abnutzung meiner lateralen „Sohlen-aussenwände“.

Nun ist mir bewusst, dass ich nicht der einzige Mensch bin, der dieses Laufverhalten zeigt. Ich habe diesbezüglich keine große Studie betrieben, aber es ist anzunehmen, dass diese sozusagen „Fehlstellung“ nicht automatisch zu späteren gravierenden Arthrosen führen wird, welche mich enorm einschränken werden.

Vermutlich steht der weitere Verlauf, in welchem Maße sich Arthrosen oder andere Veränderungen entwickeln werden, in einem Zusammenspiel von mehreren Faktoren, wie z. B. die grundsätzliche Körperfitness. Also wie fit und „stark“ die gesamte Muskulatur eigentlich ist. Je besser diese in Form ist, umso leichter fällt es dem Körper manches auszugleichen. Weitere Faktoren die ein Krankheitsbild begünstigen würden, wären wahrscheinlich zusätzliche Erkrankungen des Bewegungsapparates, sowie eine falsche Hufbearbeitung welche das Pferd zwingen würde eine erneute bzw. weitere Dysbalance auszugleichen.

Was das Training sowie die Hufbearbeitung betrifft haben wir verschiedene Ansatzmöglichkeiten aufgezeigt. Im Vordergrund sollte immer zuerst das jeweilige Pferd betrachtet werden, der Körperzustand, das Alter, die Umgebung in der es lebt, wie es „genutzt“ wird usw. und individuell entschieden werden was diesem Pferd gut tut. Der Zeitfaktor spielt ausserdem eine erwähnenswerte Rolle. Manchmal benötigt man einfach einen „längeren Atem“ um ein gewünschtes Bearbeitungsziel zu erreichen und manchmal nähert man sich diesem nur sehr mühselig.

In manchen Fällen spielt das Ziel auch gar keine Rolle, sondern es geht immer nur um kleine Schritte die in die richtige Richtung führen, damit das Pferd entlastet wird. Ganz nach dem Motto “ in der Ruhe liegt die Kraft“. Wichtig dabei ist aber auf jeden fall, eine fachmännische und stetige Hufbearbeitung. Wir sind der Meinung, erlaubt ist alles was hilft wenn man es von allen Seiten und objektiv betrachtet.

Die komplette Facharbeit kann unter folgender Mail-Adresse bezogen werden: bettina@lidak.de