Wie füttert man Hufrehe-Pferde?

Zusammenfassung der Facharbeit

Holz und Rehe klein

Hufrehe ist eine äußerst schmerzhafte Erkrankung der Hufe, die von einer Durchblutungsstörung im Bereich der Huflederhäute herrührt. Oft wird diese Krankheit durch falsche Fütterung oder Stoffwechselstörungen ausgelöst.

Bei der Fütterung von Rehepferden ist stets das natürliche Fressverhalten des Pferdes zu beachten. Der Pferdemagen produziert ständig Magensäure, welche nur durch Speichel in ausreichenden Mengen neutralisiert werden kann. Diesen kann das Pferd nur beim Fressen produzieren. Bekommt das Pferd sein Futter in zu großen Abständen, kann die Magensäure nicht ausreichend gepuffert werden. Dies kann zu ernsthaften Magenproblemen führen. Ein gesundes Pferd sollte daher 24 Stunden am Tag Zugang zu Heu und Stroh haben.

Bei Rehepferden in der akuten Phase muss eine strenge Diät erfolgen, in der ausschließlich gewaschenes Heu, Stroh und ein Mineralfutter gefüttert wird.

Nach der akuten Phase muss der Raufutterzugang in der Regel weiterhin rationiert werden. Ein eingeschränkter Weidegang ist nach der akuten Phase meist wieder möglich. Auf jeden Fall sollte ein Paddock oder eine grasfreie Weide zur Verfügung stehen, auf der sich das Pferd bewegen kann. Die Heu- und Strohfütterung sollte aus engmaschigen Heunetzen oder Bodenraufen mit Fressgitter erfolgen, um die Fresszeiten so lange wie möglich zu halten.

Bei Pferden mit rationierten Futtermengen können Hölzer ein wertvoller Bestandteil der Fütterung sein. Diese können nur langsam gefressen werden und müssen gründlich gekaut werden, wodurch das Pferd vermehrt Speichel produziert. Empfehlenswerte Holzsorten sind Silberweide, Birke, Linde, Kiefer und Eiche, sowie Obstbaumzweige mit Ausnahme von Steinobst. Auch Brombeer- und Hagebuttenzweige können gefüttert werden.

Die gesamte Facharbeit kann von der Autorin per Mail bezogen werden: melaniekraibuehler@googlemail.com

 

2 Gedanken zu „Wie füttert man Hufrehe-Pferde?“

  1. Das klingt äußerst interessant udn ist ein Ansatz, über den in der Praxis so gar nicht gesprochen wird. Ich denke, ich werde mich diesbezüglich einmal näher mit dem Thema beschäftigen.

    Vielen vielen Dank für diesen guten Fachbeitrag.

  2. Hallo Janin,

    danke für das positive Feedback. Ziel ist es vor allem, Rehepferde vor Crash-Diäten zu bewahren, die mehr schaden als nützen. Ein Thema das allgegenwärtig ist.

    Liebe Grüße,
    Melanie

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