Vergleich der Fortbewegung von Auto und Pferd

Auszug aus der Facharbeit des Auszubildenden Markus Schwinn:

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Das Pferd hat an der Hinterhand eine für mich sehr interessante Struktur: Es geht um den Rollenkamm, ein Schraubgelenk. Dieses ermöglicht der Hinterhand die Gliedmaße nach lateral (außen) zu drehen bzw. zu „schrauben“, um die Beschleunigung noch mehr zu nutzen und nicht in die Vorhand zu treten. Dabei wird der Huft seitlich in den Boden eingetreten, um so mehr Haftung (Grip) zu haben. So ist auch ein stabiles und schnelles geradeaus Laufen möglich.

Bei einem Sportwagen ist das ein ganz ähnliches Prinzip. Hierbei stehen die Räder der Hinterachse etwas in der Vorspur.

Zusammen gefasst heißt das:

Das Pferd ist in der Lage die Hinterhand biomechanisch zu verstellen, sodass es die besten Traktionsbedingungen hat.

Die komplette Facharbeit kann bezogen werden unter: serpents400@web.de

 

Zusammenfassung der Facharbeit von Julia Peppel

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Die Hufform und Aufzucht der Pferde sind entscheidende Faktoren für die Gesunderhaltung des Hufrollenkomplexes. Spring-, Western- oder schlecht gerittene Dressurpferde zählen unteranderem zu den Risikopatienten von Podotrochlose. Durch regelmäßig korrekte Hufbearbeitung, bedachte Trainingsweisen oder einem guten Kunststoff- oder Alubeschlag, der Erschütterungen und Stöße dämpft, kann es möglich sein das sensible System von Strahlbein, Hufbein- Strahlbeinband, Hufrollenschleimbeutel und tiefer Beugesehne vor starker Abnutzung zu schützen

Die gesamte Facharbeit kann angefordert werden bei: j.peppel@web.de

 

Die Mustang Roll – Grenzen und Möglichkeiten in der Hufbearbeitung

Auszug aus der Facharbeit:

Mobfo Hufabdruck

Die amerikanische Barhufbearbeitung fand ihren Ursprung durch das 1992 erschienene Buch

“The Natural Horse” von J. Jackson.

In diesem Buch verarbeitete er die Erfahrungen und Messungen, die er von 1982 bis 1986 in der Begleitung von Wildpferdeherden im Great Basin westlich der Rocky Mountains gesammelt hatte. Diese Pferde haben hohe Laufleistungen auf harten Böden. J. Jackson beendet seine Beschlags Karriere Anfang der 90er Jahre und verschrieb sich voll dem Barhuf.

Zitat: “Mir wurde zum ersten Mal die Realität von Hochleistungsbarfüßigkeit bewusst. … Das ist, wenn das Pferd sich natürlich auf seinen unbeschlagenen Füßen mit optimaler Tüchtigkeit bewegt. … Das gibt es wirklich und meiner Ansicht nach gibt es kein Pferd auf der Erde wild oder domestiziert das die Natur nicht vollständig dafür gerüstet hat.” (HOGNHC S. 33)

Die komplette Facharbeit kann bezogen werden unter: noracynis@gmail.com

 

 

Ursachen für verschiedene Hufformen

Auszug aus der Facharbeit:

5.) Steiler Huf -fast Bockhuf-abgelaufene Zehe

Das Pferd hat ständig abgelaufene Zehen. Die laterale Seite des Hufes ist kürzer. Für dieses veränderte Gangverhalten können mehrere Faktoren ursächlich sein.

Bild StöcklZunächst sollte man dem Besitzer raten, den Sattel prüfen zu lassen. Sollte dieser ein zu enges Kopfeisen haben, wird das Schulterballt von oben eingedrückt und diese Enge kann sich mitunter bis auf die Hufe auswirken. Auch dem langen Rückenmuskel (M. longissimus dorsi) sollte Beachtung geschenkt werden, da dieser in Falle eines schlecht passenden Sattels, atrophiert.

Die Stellung der Vorhand ist genau zu betrachten, ist diese bodeneng, kann auch die Ursache in einem zu engen Sattel liegen.

Die komplette Facharbeit kann bezogen werden unter: stoeckl.c@web.de

 

 

 

Rehabilitation von Trachtenzwanghufen

Auszug aus der Facharbeit:

Trachtenzwanghuf ….. 3. Rehabilitation von Trachtenzwanghufen

Einen bestehenden Trachtenzwang zu behandeln, ist keine leichte Aufgabe. Die Strukturen im hinteren Hufbereich können stark geschädigt sein und erholen sich oft nur langsam. In schweren Fällen kann die Rehabilitation sich bis zu mehreren Jahren hinziehen und kann nur gelingen, wenn Pferdebesitzer und Hufbearbeiter konsequent daran arbeiten, für das Pferd optimale Bedingungen herzustellen. Welche Möglichkeiten es dabei gibt, die Entwicklung einer gesunden Hufform zu unterstützen, soll im Folgenden dargestellt werden.

3.1 Hufbearbeitung

Um Trachtenzwang zu korrigieren, ist eine korrekte Hufbearbeitung in kurzen Bearbeitungsabständen unumgänglich. Grundsätzlich erfolgt die Bearbeitung von Trachtenzwanghufen nach den gleichen Prinzipien wie bei einem gesunden Huf. Der Hufbearbeiter sollte das Pferd und seine Hufe im Stand und in der Bewegung beurteilen und individuell entscheiden, welche Bearbeitungsmaßnahmen für welchen Huf angewendet werden können. Auch die Angaben des Besitzers, beispielsweise zu Erkrankungen, Nutzung, Fühligkeit des Pferdes, sollten berücksichtigt werden. Bei der Bearbeitung von Trachtenzwanghufen gibt es einige Punkte, die besonders beachtet werden sollten:

Zu lange Trachten:

Zu lange, hohe Trachtenwände führen dazu, dass der Huf zu steil wird und der Strahl keinerlei Bodengegendruck mehr erfährt. Sie sollten -gegebenenfalls schrittweise- gekürzt werden. Es sollten dabei keine Winkelveränderungen von mehr als 5° vorgenommen werden sollten, um Überbelastungen von Sehnen und Bändern zu vermeiden. Lange Trachten, die untergeschoben sind, sollten zurückgesetzt werden, so dass die Unterstützungsfläche des Hufes wieder mehr in Richtung Fessel verschoben wird.

Zu lange Zehe:

Oft haben Trachtenzwanghufe eine sehr lange Zehe. Hier ist es wichtig, diese soweit es möglich ist zu kürzen und den Huf mit einer Zehenrichtung zu versehen, um den Abrollpunkt zu optimieren und dem Pferd so das Abfußen zu erleichtern. Gegebenenfalls sollte die Zehenwand auch von oben gestreckt werden, um Hebel auszuschalten.

In extremen Fällen bringen einige Hufbearbeiter einen sogenannten „Toe Rocker“ an. Gemeint ist damit das starke Kürzen und Berunden der Zehe bis zur weißen Linie. Bei empfindlichen Pferden und Pferden mit dünner Sohle sollte diese Methode nicht angewendet werden, da die Gefahr der Fühligkeit bis hin zur Huflederhautreizung besteht….

Die komplette Facharbeit kann bezogen werden unter: elena_albrecht@gmx.de

 

Die Vorbereitung des Jungpferdes auf die Hufbearbeitung

Klein FAAuszug aus der Facharbeit:

 

…  2. Das Pferd bleibt nicht ruhig stehen

Das Pferd als Fluchttier kann nur ruhig stehen, wenn es keinen Grund zur Aufregung gibt. Diese Gründe können vielfältig sein. Ungewohnte Geräusche vom Nachbarhof, ein neues Pferd in der Gruppe, mangelnde Befriedigung des Bewegungsdrangs bei Boxenhaltung, Unwohlsein, bei Bauchweh, Überforderung, Langeweile, Stress durch Einsamkeit.

Aber auch die Stimmung des Menschen kann ein Pferd aufregen. Wer also unter Zeitdruck mit seinem Pferd dringend Ruhe üben will, kann sich schon denken, worauf es hinaus läuft. Gerade Pferde spiegeln uns Menschen sehr gut und zeigen uns unsere versteckte Unruhe und unseren Stress wie auf dem Silbertablett. Wer ein hierfür sensibles Pferd hat, sollte einfach am nächsten Tag mit mehr Zeit und Gelassenheit üben.

3. Das Pferd tritt

Wenn ein Pferd sich auf eine solche Art wehren muss, wurden schon viele vorangegangenen Hinweise auf ein Problem übersehen. Pferde treten nicht ohne Grund und mit etwas Beobachtung hätte man am Verhalten oder der Mimik des Pferdes schon im Vorfeld erkennen können, dass es sich an irgendetwas stört. Natürlich darf man Treten nicht unkommentiert lassen und das Pferd soll merken, dass dies absolut verboten ist. Jedoch muss der Pferdehalter sich direkt selbst an der Nase fassen und sich fragen, warum es überhaupt so weit kommen konnte. Wenn er selbst nicht in der Lage ist, die Mimik und die Hinweise seines Pferdes zu verstehen, sollte er als „Dolmetscher“ einen guten Pferdetrainer hinzuziehen, der ihm dabei hilft.

4. Das Pferd lehnt sich auf den Menschen

Hier fehlt entweder die Balance, durch mangelnde Übung oder durch ein Nicht-Belasten-Wollen des jeweils anderen Fußes (z. B. bei Schmerzen), oder der nötige Respekt. Ein stoisches Pferd, dem das Ausbalancieren auf Dauer schlicht zu anstrengend wird, kann schon mal auf die Idee kommen, den Menschen als Stütze zu missbrauchen. Hier sollten die Intervalle des Auf-drei-Beinen-Stehens verkürzt, das Pferd aber auch an seine gute Erziehung erinnert werden. Manchmal hilft es auch, das Bein mehrfach ganz locker zu halten und dem Pferd keine Stütze zu bieten, so dass es sich wieder selbst ausbalancieren muss…..

Die komplette Facharbeit kann bezogen werden unter: ines@pro-pferd.com

Unterschätzte Stellgröße am Huf: Die Eckstreben

Zusammenfassung der Facharbeit:

Viele sind der Meinung, dass die Eckstreben sich der Arbeit des Pferdes und dem Boden anpassen. Dies konnte ich auch an meinem „Versuchsobjekt“ beobachten (siehe folgender Fallbeschrieb). Allgemein wird die Meinung vertreten, dass sich die Eckstreben wegen anderer Probleme verbiegen oder umlegen und nicht, dass diese den Grund für eine Hufverformung darstellen (1, 4, 8). Wenn also Eckstreben nicht gekürzt werden und darum über der Hufsohle stehen, kann dies v.a. bei Hufen mit dünner Sohle Druck auf das Hufinnenleben ausüben (7, 5) und auch die Stellung des Hufbeins bei der Lastaufnahme (8) beeinflussen.

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Das zeigt sich an Quetschungen und Verletzungen der seitlichen Strahlpolster, der Ballen und natürlich der Sohle. Lisa Huhn benennt solche Verletzungen als „langsames Gift“. Es kann auch sein, dass Eckstreben aufgrund zu starker Kürzung schneller nachwachsen (6). Christoph Schork (5) vermutet sogar, dass in extremen Fällen sogar die Flügel des Hufbeins hochgeschoben werden können und sich als Folge davon die weisse Linie lösen kann.

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Die komplette Facharbeit kann bezogen werden unter: ursula_frueh@gmx.ch

 

Equilox Hornersatz: Verwendungsmöglichkeiten

Zusammenfassung der Facharbeit

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Equilox ist ein Klebstoff-Huf-Reparatur-System und ist ein gutes Produkt um Hufprobleme zu beheben. Equilox ist ein äusserst flexibles Harz für die einfache Gestaltung und Formung, die eine Bindung an das natürliche Huf gibt und intakt bleibt. Equilox verträgt hohen Druck und man kann sogar Huf-wände rekonstruieren und vernageln. Entwickelt wurde Equilox im Jahr 1988 nach vielen Versuchen und umfangreiche Forschungen an führenden Universitäten und Pferde-Zentren in den USA.

 

Die komplette Facharbeit kann bezogen werden bei: frey.d@yetnet.ch

 

 

Pro und Contra für die Mustang-Rolle

Zusammenfassung der Facharbeit unserer Auszubildenden Gaby Arn:

Hauspferde die in jungen Jahren auf verschiedenen Böden und Terrain aufwachsen, können einen nahezu in diese Richtung (Mustang-Rolle) starken Huf entwickeln. Jedoch wird er nie an den Wildpferdehuf herankommen. Das lassen schon unsere wirklichen Lebensumstände nicht zu.

So sieht es auch der amerikanische Barhufpfleger Jaime Jackson. Laut der Veröffentlichung „Der Aufruf zu Paddock Paradiese ist dringend” haben viele Naturhufpfleger auf die harte Art und Weise erfahren, dass unnatürliche Pferdehaltungen (enge und dunkle Boxenhaltung, zu grüne Weiden und unnatürliche Ernährung) unsere Bemühungen untergraben, gesunde und natürlich geformte Hufe zu bilden und zu stimulieren.

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Mit der Zeit hat man dann verstanden, dass natürliche Abnutzung nur durch natürliches Verhalten, wie wir es von der Wildnis und nur selten von Hauspferden sehen, entstehen kann und zu einem geringen Ausmass durch die Einwirkung der Umgebung kombiniert wird. Um Natural hoff care anzuwenden muss auch das Haltungssystem mit einbezogen werden.

Eine gute Lösung dazu kann ein Trail mit verschiedenen Böden sein, der die Nachahmung der Wildnis zu einem kleinen Teil imitiert. Was jedoch nicht überall gegeben ist. Sei es aus platzgründen oder auch durch Unwissenheit

 

Die komplette Facharbeit kann bezogen werden unter: gabriela.arn@post.ch